Natürlich steht nicht nur die Musik sondern auch die Vermittlung der Kultur im Vordergrund. Kukurudu treten in ihrer traditionellen afrikanischen Kleidung auf. Schnell begeistern Sie das Publikum, so daß sich meist nach einigen Minuten kaum noch jemand auf den Stühlen halten kann. Rufen Sie einfach an oder schreiben Sie eine E-mail direkt an Alexander Acquah.
Trommelrhythmen, Essen und Schmuck aus einer anderen Welt - in Köngisbrunn (von Sarah Bohn).
Schwabmünchner Allgemeine, 24.05.2011 (Foto: S. Bohn).
Mitreißende Trommelrhythmen, ein Geruch von Kuskus in der Luft, geschäftiges Treiben an den Verkaufsständen – am Wochenende entführte das Jugendzentrum YouZ seine Besucher ins rund 9000 Kilometer entfernte Afrika. Tagsüber gab es einen Trommel-Workshop mit Prinz Kofi Asabil und einen afrikanischen Tanz-Workshop mit Lebogang Mohlamme. Die rund 20 Teilnehmer lernten dabei Trommelkünste und rhythmische Bewegungen zu afrikanischer Musik kennen. Damit sie das Gelernte gleich zeigen konnten, lud das Jugendzentrum am Abend dann zum afrikanischen Kulturfest ein.
Doris Laier ließ sich bei afrikanischem Schmuck beraten (Foto: S. Bohn).
Schon am Eingang wurden die Besucher mit afrikanischem Essen und Schmuck begrüßt. Veronica Acquah hatte Kuskus mit Hackfleisch, Hähnchencurry mit Reis und „Samosa“ (gefüllte Röllchen mit Gemüse) gekocht. Lilian Freund, die in Kenia geboren ist und seit acht Jahren in Deutschland lebt, bot afrikanische Skulpturen aus Speckstein, Schmuck aus Tierhorn, Schnitzereien, Masken und Körbe an. Unter den rund 50 Gästen waren auch Alexandra Lesti und Doris Laier. „Wir lieben die afrikanische Kultur und finden die afrikanische Musik sehr entspannend“, erzählten sie. „Gerade die Konzentration in Verbindung mit dem Spaß beim Trommeln ist ansteckend.“ Alexander Kofi Acquah, der das Fest mitorganisiert hatte, eröffnete zusammen mit seiner Trommelgruppe „Kukurudu-Akwaaba“ den Auftrittsabend. „Im Mittelpunkt des heutigen Abends steht nicht nur die Musik, sondern auch die Vermittlung unserer Kultur“, erklärte er: „Deswegen auch unser Motto: ,Umoya‘, was so viel wie Gemeinschaft bedeutet.“ Die Band trommelte Lieder aus verschiedenen Regionen Afrikas. Diese lockten das Publikum sofort zum Mittanzen, nach ein paar Minuten saß keiner mehr. Der Tänzer Lebogang Mohlamme zog die Zuschauer in seinen Bann. Mit einer afrikanischen Breakdance-Einlage begeisterte auch Thabo Kingwalice Tsoku. Pit Granz, Leiter des Jugendzentrums, war begeistert: „Unser Ziel, die afrikanische Kultur zu präsentieren und den Besuchern ein bisschen Afrika zu vermitteln, ist gut angekommen. Sicherlich wird es ein weiteres afrikanisches Kulturfest im YouZ geben.“
Königsbrunn Auch das jüngste Mehrgenerationengespräch in Königsbrunn brachte wieder tiefe Einblicke in das Leben eines Mitmenschen. Achim Friedrich unterhielt sich mit Alexander Kofi Acquah, Trommelkünstler aus Ghana und diesjährigem Faschingsprinz vom CCK Fantasia. Ihm und Gesprächsteilnehmern antwortet Acquah auf Fragen nach seiner Erziehung und seinem Lebensweg (von Andrea Collisi).
1962 in Accra, der Hauptstadt Ghana geboren, wuchs Alexander Kofi Acquah mit acht Geschwistern in dem Ort Mankessim auf. Nach der langen Schulzeit von fast 14 Jahren ging er wegen der besseren Arbeitsaussichten nach Großbritannien. Er studierte Musik und spielte auf seinen Trommeln, die heute noch sein Leben mit bestimmen. Auf die Frage nach seinem Beruf gibt Acquah selbst an: Künstler. Allerdings kam es dann 1994 über eine Familiengründung in Berlin auch dazu, dass er bei Hoechst Trevira als Chemiearbeiter anfing. 1996 kam er so auch nach Bayern, da er in das Werk nach Bobingen wechselte. Er ist froh um diese Arbeit und fühlt sich auch vollkommen integriert.
Schwabmünchner Allgemeine, 4.01.2011, Foto: Andrea Collisi
Nein, er könne nicht davon sprechen, Integrationsprobleme gehabt zu haben. Sicher sei es am Anfang nicht immer leicht gewesen, antwortet Acquah auf eine Zwischenfrage , aber betont: "Man soll selbstverständlich die Sprache des Landes lernen, in dem man leben will und sich mit dieser Kultur auseinandersetzen und gleichsam die eigene Kultur nicht verleugnen". So lebt er gut als Ghanaer in Bayern, trägt mit Stolz seine afrikanische Tracht genauso, wie er in europäischer Kleidung geht, wenn es passend und praktischer erscheint.
Kulturvermittlung ist ihm wichtig. Um Kindern die Angst vor dem "schwarzen Mann" zu nehmen, ist Acquah schon oft in Kindergärten und Schulen aufgetreten. In seinen Trommelkursen, die er gibt, erlebt er die Begeisterung der Menschen hier für afrikanische Rhythmen.
Seit vergangenem Donnerstag hat Königsbrunn zwei neue Faschingspaare. Alexander III. und Ihre Lieblichkeite Veronica I. sowie der erst siebenjährige Valentin I. und Ihre Lieblichketi Antonia I. "Hände hoch" - der erste Bürgermeister Ludwig Fröhlich inmitten der Faschingspaare.
Stadtzeitung Königsbrunn, Mi. 17.11.2010, Seite 2, Foto: Schmid, Neumann
Mitreißende Musik bot die Gruppe "Afro Rhythm" zum Auftakt der Afrikanischen Wochen im Kolpingsaal. Die Veranstaltungsreihe mit vielen Programmpunkten dauert bis 28. November 2010.
AZ, Mo. 15.11.2010, Nr.: 264, Foto: Diekamp
Der neue CCK-Faschingsprinz Alex III. überreicht mit seiner Prinzessin und Ehefrau Veronica I. eine kleine Djembe an Bürgermeister Ludwig Fröhlich.
Stadtzeitung Königsbrunn, Fr 12.11.2010, Nr.: 262, Foto: Schmid